Georgiens Weine

Wir verlassen die Hauptstadt mit dem Ziel, uns die Weinberge im Osten Georgiens anzusehen und etwas über die traditionelle Weinproduktion zu erfahren. Nach einigen Tagen in Tiflis freuen wir uns außerdem wieder auf den Landy und ein paar ruhige Stellplätze! Kaum haben wir die Hektik der Großstadt hinter uns gelassen, fahren wir wieder auf kleinen Landstraßen durch das hügelige Hinterland. Wir erreichen bereits die ersten Weingüter, entscheiden uns aber zuerst einen Stellplatz für die erste Nacht zu suchen. Am alten Mama Daviti Kloster, oberhalb des kleinen Örtchens Akura, genießen wir die Ruhe. Am nächsten Morgen kommen zwei junge Männer vorbei und zeigen uns ihren Lieblingsplatz hinter dem Kloster mit herrlichem Ausblick in das Tal. Hier sind die beiden schon als kleine Jungs auf die Bäume geklettert, die über den Abgrund wachsen.

Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg zum Weingut Vita Vinea der Familie Dakishvili. Im Restaurant Barbarestan haben wir einen ihrer Weine getrunken und beschlossen, dass wir das Weingut besuchen werden. Es ist ein kleiner Familienbetrieb und bewirtschaftet nur vier Hektar Land. Offiziell sind sie noch gar nicht auf Besuch eingestellt, aber die Junior Chefin freut sich über unseren Besuch. Wir probieren ihre drei Weine und lassen uns den Prozess der Weinherstellung erklären. Die typischen großen Tonkrüge, die hier zur Weinherstellung genutzt werden, sehen wir im Vorraum ihres neuen Gebäudes. Wir füllen unseren Proviant mit drei Flaschen Wein auf und verlassen das Weingut in Richtung Sighnaghi. Die alte Stadt ist traumhaft weit oberhalb der Talebene gelegen, und auch momentan schon voll mit Touristen. Hier stehen wir etwas außerhalb des Ortes mit schönem Weitblick. Im Restaurant Pheasant´s Tears genießen wir ein tolles Essen und probieren auch hier nochmals ihre eigenen Weine.

Ein Russe, der seit vielen Jahren in Berlin lebt, hatte uns in Sighnaghi angesprochen und nachdrücklich empfohlen im kleinen Örtchen Udabno anzuhalten. Hier sollen einige Polen den Oasis Club betreiben – eine über die Landesgrenzen bekannte Bar mit Hostel. Die Fahrt dorthin über Pisten im Hinterland macht Spaß und wir lernen die fast steppenartige Landschaft im Südosten des Landes kennen. Am Basis Club sehen wir einen Unimog und so steht für uns endgültig fest, dass wir anhalten. Der Abend wird lang und feucht-fröhlich, die Bar ist voll mit einigen Touristen und vielen Ausländern, die in Tiflis arbeiten. Nach kurzer Zeit stellen wir lachend fest, dass der Unimog von Marco und Ananda ist, die den Blog Länge x Breite x Weite schreiben. Ihnen folgen wir schon seit einiger Zeit und so gibt es natürlich viel Gesprächsstoff.

 

Wir brechen nach einem Frühstück im Oasis Club auf und besuchen das nahe gelegene David Gareji Kloster. Der Blick vom oberhalb gelegenen Bergrücken reicht weit bis über die unmittelbar dahinter liegende Grenze zu Aserbaidschan. Für uns geht es wieder zurück nach Tiflis. Wir hatten bei unserem letzten Besuch bei der iranischen Botschaft unsere Visa beantragt und können diese jetzt hoffentlich abholen. Thomas aus Graz war mit uns im Oasis Club und arbeitet momentan in einem Hostel in Tiflis. Wir nehmen ihn mit zurück dorthin und stellen den Wagen vor dem Hostel auf der Straße ab. Eine Dusche, als kleines Dankeschön, nehmen wir natürlich gerne an und trinken noch ein paar Bier in der Altstadt.

 

Natürlich nutzen wir auch wieder einmal die Gelegenheit und waschen am nächsten Morgen unserer Wäsche, während wir in der Fabrika ein hervorragendes Frühstücksbuffet genießen. Danach geht es zur iranischen Botschaft – hier erhalten wir mit einem „Welcome to Iran“ unsere Visa!!

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